Artikel-Informationen
erstellt am:
02.02.2026
Diese Medieninformation enthält Termine der im Februar 2026 beginnenden Hauptverhandlungen der großen Strafkammern des Landgerichts Hannover.
Hinweis:
Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die mit einer Anklageschrift/Antragsschrift erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht. Für alle Angeklagten/Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
I.
Jugendkammer 2
Strafverfahren gegen
A. A., geb. 2004
wegen versuchten besonders schweren Raubes u.a.
Prozessauftakt:
Montag, 09.02.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1
Fortsetzungstermine:
Mittwoch, 11.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 001
Freitag, 13.02.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1
Gegenstand:
Der Angeklagte soll mit zwei weiteren Personen verabredet haben, die Großeltern einer der Mittäter zu überfallen und aus deren Wohnung in Hannover Wertgegenstände zu entwenden. Am 15. Juni 2023 hätten sie an der Wohnungstür geklingelt und sich als Paketboten ausgegeben. Die Geschädigten hätten die Tür geöffnet, woraufhin einer der Täter Mund und Augen der Geschädigten verdeckt, sie geschlagen, gefesselt und mit einem Elektroimpulsgerät traktiert haben soll. Auch ihrem zu Hilfe kommenden Ehemann soll der Angeklagte oder einer der Mittäter mit dem Gerät Verletzungen beigebracht haben. Als einem der Geschädigten die Flucht gelungen sei, hätten der Angeklagte und die Mittäter den Tatort ohne Beute verlassen.
(Az.: 34 KLs 14/25)
(Stichwort: „Falsche Paketboten“)
II.
Jugendkammer 2
Strafverfahren gegen
1. K. M., geb. 2008
2. A. A., geb. 2005
3. A. A., geb. 2003
wegen besonders schweren Raubes
Prozessauftakt:
Dienstag, 24.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Donnerstag, 26.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1
Donnerstag, 05.03.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, am 11. Dezember 2024 in Langenhagen in einem Mobilfunkshop Mobiltelefone und andere Geräte im Wert von insgesamt über 22.000 Euro erbeutet zu haben. Sie sollen den dortigen Mitarbeiter unter Gewaltanwendung zum Öffnen eines Stahlschranks gezwungen und mit einem Messer bedroht haben.
Zudem sollen sie am 22. Dezember 2024 gegen 3 Uhr gemeinsam eine Tankstelle in Hannover überfallen haben. Sie sollen dabei unter Vorhalt eines Messers etwa 320 Euro Bargeld sowie neun Packungen Zigaretten erbeutet haben.
(Az.: 34 KLs 19/25 und 34 KLs 22/25)
(Stichwort: „Überfall auf Tankstelle und Mobilfunkshop“)
III.
20. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
A. B. S. M., geb. 1968
wegen Vergewaltigung
Prozessauftakt:
Mittwoch, 11.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 1353
Fortsetzungstermine:
Donnerstag, 19.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 1353
Gegenstand:
Der Angeklagte soll in der Zeit vom 25. Februar bis zum 2. März 2022 in sieben Fällen sexuelle Handlungen an der Geschädigten vorgenommen, darunter mit ihr auch mehrmals gegen ihren ausdrücklichen Willen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Die Geschädigte soll aufgrund einer Wirbelsäulenverletzung nicht in der Lage gewesen, sich zu wehren.
(Az.: 99 KLs 3/24)
(Stichwort: „Vergewaltigung im Jahr 2022“)
IV.
18. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
M. A. Y., geb. 1989
wegen Diebstahls mit Waffen
Prozessauftakt:
Mittwoch, 04.02.2026, 09:30 Uhr, Saal H 2
Fortsetzungstermine:
Dienstag, 17.02.2026, 14:00 Uhr, Saal H 2
Dienstag, 24.02.2026, 09:30 Uhr, Saal H 2
Donnerstag, 26.02.2026, 13:00 Uhr, Saal H 2
Gegenstand:
Dem Angeklagten werden sieben Straftaten in der Zeit zwischen 16. November 2024 und 14. Februar 2025 vorgeworfen, darunter mehrere Ladendiebstähle und körperliche Übergriffe auf Ladendetektive in Hannover. Bei einer der Diebstahlstaten, soll er ein Taschenmesser mit sich geführt haben.
(Az.: 70 KLs 15/25)
(Stichwort: „Ladendiebstähle“)
V.
18. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
J. P. G., geb. 2004
wegen besonders schweren Raubes u. a.
Prozessauftakt:
Donnerstag, 05.02.2026, 09.15 Uhr, Saal H 2
Fortsetzungstermine:
Dienstag, 10.02.2026, 09:15 Uhr, Saal H 2
Gegenstand:
Der Angeklagte soll mit dem Geschädigten in dessen Wohnung in Hameln am 24. Mai 2025 gegen 18:30 Uhr in Streit geraten sein. In dessen Verlauf habe der Angeklagte dem Geschädigten mit einem Schlagring gedroht und anschließend eine diesem gehörende Uhr an sich genommen.
(Az.: 70 KLs 21/25)
(Stichwort: „Raub in Wohnung“)
VI.
2. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
A. S., geb. 1990
wegen besonders schwerer Vergewaltigung
Prozessauftakt:
Donnerstag, 05.02.2026, 11.00 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Mittwoch, 11.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Montag, 02.03.2026, 13:00 Uhr, Saal 1 H 1
Dienstag, 03.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Der Angeklagte soll im Rahmen eines Treffens in einer Kleingartenkolonie in Hannover am 6. Oktober 2024 die Geschädigten gegen deren Willen berührt haben und ihr schließlich angeboten haben, sie für Sex zu bezahlen. Sie habe dies abgelehnt, woraufhin der Angeklagte sie am Fortgehen gehindert, ihr ein Messer an den Hals gehalten und sie zum Oral- und Geschlechtsverkehr aufgefordert haben soll. Aus Angst sei die Geschädigte dem nachgekommen.
(Az.: 40 KLs 17/25)
(Stichwort: „Vergewaltigung in Kleingartenkolonie“)
VII.
2. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
1. S. Y., geb. 1979
2. M. A. Y., geb. 1979
wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung u.a.
Prozessauftakt:
Dienstag, 17.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Donnerstag, 19.02.2026, 10:00 Uhr, Saal 1 H 1
Mittwoch, 25.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Der Angeklagte Y. soll als Inhaber eines Pflegedienstes in Seelze bei Krankenkassen Leistungen abgerechnet haben, die er in Wahrheit nicht erbracht habe. Die entsprechenden Fälle seien ihm vom Geschädigten vermittelt worden, der auch die bewilligten Zahlungen in Empfang genommen haben soll. Zwischen beiden sei Streit darüber entstanden, wie viel Geld dem Angeklagten Y. zustünde. Die Angeklagten sollen deswegen im September 2023 und im Januar 2024 den Geschädigten in Garbsen aufgesucht, ihn und unter Drohung mit dem Tod, in einem Fall unter Vorhalt einer Schreckschusspistole, zur Herausgabe von Bargeld zur Begleichung angeblicher Schulden aufgefordert haben. Im zweiten Fall sollen sie 500 Euro erbeutet haben.
(Az.: 40 KLs 5/25)
(Stichwort: „Streit um Pflegegeld“)
VIII.
2. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
O. M., geb. 1966
wegen Mordes
Prozessauftakt:
Dienstag, 24.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Montag, 09.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Mittwoch, 11.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Mittwoch, 18.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Donnerstag, 19.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 24. Juli 2025 in Bad Münder seine Nachbarin getötet zu haben. Aufgrund finanzieller Not suchte er diese auf, die ihm bereits in der Vergangenheit Geld gegeben hatte. Mutmaßlich weil sich die Geschädigte weigerte, dem Angeklagten Barmittel zu überlassen, soll er massive Gewalt auf sie ausgeübt haben, insbesondere habe er mehrere Messerstiche in Hals- und Nackenbereich ausgeführt. Die Geschädigte verstarb an den Folgen der beigebrachten Verletzungen; der Angeklagte sei mit über 500 Euro Bargeld und weiterer Beute geflohen.
(Az.: 40 Ks 5/25)
(Stichwort: „Mord in Bad Münder“)
IX.
2. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
1. M. N. A., geb. 1998
2. X. D., geb. am 1992
wegen Verstoßes gegen das BtMG
Prozessauftakt:
Dienstag, 03.02.2026, 11:00 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Freitag, 13.02.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1
Dienstag, 24.02.2026, 11:30 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Die Angeklagten sollen am 5. Juli 2025 und in der Zeit davor in Hannover gemeinsam ein Kilo Kokain gewinnbringend an verschiedene Abnehmer verkauft haben.
(Az.: 40 KLs 21/25)
(Stichwort: „Verkauf von Kokain“)
X.
3. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
F. L., geb. 1995
wegen Verbrechens nach § 30a BtMG
Prozessauftakt:
Donnerstag, 05.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Dienstag, 10.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Montag, 23.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Anfang 2023 einen 16 Jahre alten Jugendlichen in Ronnenberg mit dem Verkauf von Ecstasy beauftragt zu haben.
(Az.: 33 KLs 3/25)
(Stichwort: „Drogenverkauf durch Jugendlichen“)
XI.
18. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
1. C. D. S. L., geb. 1996
2. D. B., geb. 1998
wegen Banden- und gewerbsmäßigen Betruges
Prozessauftakt:
Mittwoch, 18.02.2026, 10:00 Uhr, Saal H 2
Fortsetzungstermine:
Mittwoch, 04.03.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Mittwoch, 11.03.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Freitag, 20.03.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Freitag, 10.04.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Dienstag, 14.04.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Donnerstag, 16.04.2026 um 09.30 Uhr, Saal H 2
Gegenstand:
Den Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft eine Betrugsserie im Zeitraum August 2022 bis April 2025 zur Last gelegt. Sie sollen sich als Vermittler hochwertiger Büchersammlungen ausgegeben und in 21 Fällen Verkaufsinteressenten vorgespiegelt haben, einen Käufer gefunden zu haben. Zur Durchführung des Verkaufs hätten sie von den Geschädigten die Zahlung von Provisionen, Kautionen oder anders bezeichneten Leistungen gefordert. Die Angeklagten sollen dadurch insgesamt einen Schaden von mehr als 1,6 Mio. Euro verursacht haben.
(Az.: 70 KLs 23/25)
(Stichwort: „Büchersammlungen“)
XII.
1. große Strafkammer
Strafverfahren gegen
J. H., geb. 1985
wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge
Prozessauftakt:
Freitag, 20.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Fortsetzungstermine:
Mittwoch, 25.02.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Donnerstag, 12.03.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1
Dienstag, 17.03.2026, 13:00 Uhr, Saal 1 H 1
Gegenstand:
Die Strafkammer hat nach Teilaufhebung eines früheren Urteils erneut über die zu verhängende Strafe zu entscheiden. Die 19. große Strafkammer des Landgerichts hatte den Angeklagten am 14. März 2023 wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nach den Feststellungen des früheren Urteils wirkte er als Logistiker einer Gruppierung an der Einfuhr von 14 Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen mit. Während der Bundesgerichtshof den Schuldspruch auf die Revision des Angeklagten bestätigt hat, hat er den Strafausspruch aufgehoben. Das Landgericht habe im ersten Rechtsgang nicht ausreichend berücksichtigt, dass der Angeklagte durch seine Angaben dazu beigetragen habe, ein Ermittlungsverfahren gegen einen möglicherweise korrupten Staatsanwalt zu führen.
(Az.: 30 KLs 2/25)
(Stichwort: „Neue Strafzumessung“)
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erstellt am:
02.02.2026