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41-17 Monatsvorschau November 2017

LANDGERICHT HANNOVER:

Monatsvorschau November 2017

Diese Medieninformation enthält die Termine der im November 2017 beginnenden Hauptverhandlungen der großen Strafkammern.

I.

2. Große Jugendkammer

Strafsache gegen

Athir S., geb. 1993

(Verteidigerin: Rechtsanwältin Brettschneider, Hannover)

wegen besonderes schwerer räuberischer Erpressung u. a.

Prozessauftakt:

Mittwoch, 01. November 2017, 09.00 Uhr, Saal H1.

Fortsetzungstermin:

10. November 2017, 09.00 Uhr, Saal H1.

Gegenstand:

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 4. August 2015 gegen 02.50 Uhr gemeinsam mit zwei gesondert Verfolgten in Linden-Nord, bewaffnet mit Küchenmessern und einem sog. Cutter, einen 62-jährigen Mann überfallen zu haben, um sich Geld und ein Mobiltelefon zu verschaffen. Einer der gesondert Verfolgten soll das Opfer von hinten in den Würgegriff genommen und zu Boden gerissen haben. Dabei soll der Angeklagte nach dem Mann getreten haben. Weil der Mann gesagt haben soll, dass er kein Geld bei sich habe soll der Angeklagte auf den noch immer im Würgegriff befindlichen Mann eingeschlagen - und

getreten haben; einer der Angreifer soll dem Opfer ein Messer in den Rücken gedrückt haben. Der Mann rief um Hilfe, so dass von ihm abgelassen wurde.

Im Weglaufen sollen der Angeklagte und die beiden gesondert verfolgten Männer dann auf einen 22-jährigen getroffen sein, den sie ebenso zu Boden brachten. Einer der gesondert Verfolgten soll dann ein Messer in die Hand genommen haben, um das Opfer einzuschüchtern. Der junge Mann soll dann aus Angst sein iPhone und ein Feuerzeug herausgegeben haben.

(Stichwort: „Überfall in Linden-Nord")

(Az.: 34 KLs 6/16)

II.

19. Große Strafkammer

Sicherungsverfahren betreffend

Peggy S., geb. 1970

(Verteidiger: Rechtsanwalt Döbel, Hannover)

wegen schwerer Brandstiftung

Prozessauftakt:

Donnerstag, 02. November 2017, 09.00 Uhr, Saal H2

Fortsetzungstermine:

06. und 13. November 2017, jeweils 09.00 Uhr, Saal H2

Gegenstand:

Die Beschuldigte soll in einem Zustand krankhafter seelischer Störung am 10. März 2016 gegen 17.30 Uhr mit einem Feuerzeug das Sofa des von ihr bewohnten Appartements im St. Nicolaistift in der Nordstadt in bewusst in Brand gesetzt haben. Die Flammen griffen auf eine hinter dem Möbel befindliche Holzvertäfelung über. Es soll ein Schaden von rd. 75.000,- EUR entstanden sein, die Wohnung wurde unbewohnbar.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Unterbringung der Betroffenen in einem psychiatrischen Krankenhaus.

(Stichwort: "Brand im Nicolaistift") - 3 -

(Az.: 96 KLs 1/17)

III.

12. Große Strafkammer

1.

Sicherungsverfahren betreffend

Sascha G., geb. 1983

(Verteidiger: Rechtsanwalt Varavin, Hannover)

wegen versuchter Brandstiftung u. a.

Prozessauftakt:

Freitag, 03. November 2017, 09.00 Uhr, Saal 1H1.

Fortsetzungstermin:

06. November, 09.00 Uhr, Saal 1H1.

Gegenstand:

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im April und Mai 2017 in Garbsen in fünf Fällen Papierkörbe bzw. Mülltonnen in Brand gesetzt zu haben; bei einer Tat am 17. Mai in Bereich des Planetenweges soll dabei ein Sachschaden von rd. 2.500,- Euro entstanden sein.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai soll er in Bereich des Westermannweges in Hannover-Marienwerder an einem Reihenhaus einen an der Hauseingangstür angebrachten Türkranz in Brand gesetzt haben, wodurch die Holztür beschädigt wurde und die weitere Ausdehnung des Brandes lediglich deshalb unterblieben sein soll, weil der brennende Kranz herabfiel.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte die Taten in einem Zustand mit aufgehobener Steuerungsfähigkeit begangen hat. Sie hat deshalb die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt.

(Stichwort: "Mülltonnenbrände")

(Az. 46 KLs 15/17)

2. Strafsache gegen - 4 -

Tolga S., geb. 1973

(Verteidiger: Rechtsanwalt Bulut, Garbsen)

wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung

Prozessauftakt:

Montag, 13. November 2017, 09.00 Uhr, Saal 1H1

Fortsetzungstermin:

14. November 2017, 09.00 Uhr, Saal 1H1

Gegenstand:

Der Angeklagte soll am 4. April 2015 den Zeugen S. in Ronnenberg aufgesucht und ihn aufgefordert haben, ihm 9.000,- EUR zu zahlen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, soll der Angeklagte dem Zeugen zunächst eine Schusswaffe an den Kopf gehalten und danach über dessen Schulter geschossen zu haben. Hinter der Forderung standen offenbar Zahlungen, die der Zeuge S. einige Monate zuvor von dem Bruder des Angeklagten in der Türkei erhalten haben soll.

(Stichwort: "Erpressung in Ronnenberg")

(Az. 46 KLs 1/16)

3. Strafsache gegen

Aydin Ö., geb. 1974

(Verteidiger: Rechtsanwälte von Alvensleben, Hameln; Kracke, Hannover und Dr. Meyer, Verden)

wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

Prozessauftakt:

Mittwoch, 27. November 2017, 09.00 Uhr, Saal 1H1.

Fortsetzungstermine:

01., 11., 12., 19., 20. und 22. Dezember 2017, jeweils 09.00 Uhr - 5 -

Gegenstand:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in sieben Fällen mit Heroin in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben.

Er soll zwischen Ende Februar und Oktober 2016 sechs Mal mindestens 500g Heroin verkauft haben. Am 2. Mai 2017 soll er mit einem gesondert Verfolgten einen Verkauf von 8.000g Heroin vereinbart haben; er soll beabsichtigt haben, damit einen Gewinn zu erzielen. Am 1. Juni 2017 soll er zur Erfüllung der Abrede eine Teilmenge von 2.075g an einen Dritten übergeben haben.

(Stichwort: Heroinhandel)

(Az.: 46 KLs 16/17)

IV.

1. Große Jugendkammer

Strafsache gegen

Rehat B., geb. 1996

(Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Nitz, Hannover)

wegen versuchten Totschlags u. a.

Prozessauftakt:

Dienstag, 21. November 2017, 09.00 Uhr, Saal 1H1

Fortsetzungstermine:

23. und 27. November 2017, jeweils 09.00 Uhr, Saal 1H1

Gegenstand:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann versuchten Totschlag, räuberischen Diebstahl und Bedrohung vor.

Er soll am 31. Juli 2017 gegen 18.50 Uhr in Bad Pyrmont auf einem Schulgelände nach einer Auseinandersetzung einem anderen einen kleinen, etwa 5-6 cm langen Dolch in die Rippen gestoßen haben. Den danach am Boden liegenden Mann soll er gegen den Kopf getreten haben, um ihn zu töten. Dabei soll er jedoch von einem Zeugen weggedrängt worden sein. - 6 -

Am 6. August soll er gegen 01.40 Uhr in einer Gaststätte in Bad Pyrmont einem anderen Zigaretten weggenommen haben; als er darauf angesprochen wurde, soll der Angeklagte einem Zeugen mit einem Colaglas gegen den Kopf geschlagen haben, um die Zigaretten nicht wieder herausgeben zu müssen. Nach einer Auseinandersetzung soll der Angeklagte dem Zeugen dann gedroht haben, er steche ihn ab, wenn er heraus komme.

(Stichwort: „Gewalt in Bad Pyrmont")

(Az.: 31 KLs 8/17)

Hinweis: wegen einer Schwurgerichtssache am 14./15. November, jeweils 09.00 Uhr, folgt eine ergänzende Mitteilung.

Hans-Christian Rümke

Richter am Landgericht

Medienmanager

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