Medieninformation – Monatsvorschau Juli 2026 –

Diese Medieninformation enthält Termine der im Juli 2026 beginnenden Hauptverhandlungen der großen Strafkammern des Landgerichts Hannover.


Hinweis:

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die mit einer Anklageschrift/Antragsschrift erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht. Für alle Angeklagten/Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.


I.

3. große Strafkammer


Strafverfahren gegen


W. B., geb. 1991


wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls u.a.


Prozessauftakt:

Montag, 06.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1


Fortsetzungstermine:

Freitag, 17.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1


Gegenstand:

die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in Hannover und Wunstorf zwischen Dezember 2024 und Februar 2025 mehrere Diebstahlstaten begangen zu haben. In einem Fall soll er mehrere Spirituosenflaschen aus einem Supermarkt entwendet und einem Angestellten mit Gewalt gedroht haben.

(Az.: 33 KLs 16/25)

(Stichwort: „räuberischer Diebstahl in Supermarkt“)



II.

22. große Strafkammer


Sicherungsverfahren betreffend


A. L., geb. 1987


wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls


Prozessauftakt:

Dienstag, 07.07.2026, 13:00 Uhr, Saal 1 H 3


Fortsetzungstermine:

Mittwoch, 08.07.2026, 12:30 Uhr, Saal 1 H 3


Gegenstand:

Der Beschuldigte soll im Februar 2026 in Hannover eine Flasche Limonade im Wert von 3 Euro aus einem Kiosk gestohlen und anschließend ein Küchenmesser drohend in Richtung des Kassierers gehalten haben. Infolge einer psychischen Erkrankung soll er dabei im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft erstrebt im hiesigen Verfahren die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

(Az.: 101 KLs 6/26)

(Stichwort: „räuberischer Diebstahl in Kiosk“)



III.

18. große Strafkammer


Sicherungsverfahren betreffend


J. H. T., geb. 1963


wegen vorsätzlicher Brandstiftung


Prozessauftakt:

Mittwoch, 15.07.2026, 09:30 Uhr, Saal H 2


Fortsetzungstermine:

Dienstag, 04.08.2026, 09:30 Uhr, Saal H 2


Gegenstand:

Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, am 4. Dezember 2025 in Hannover ein Sofa in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Brand gesetzt und gleichzeitig seinen Gasherd eingeschaltet zu haben. Wie beabsichtigt seien einzelne Räume in Vollbrand geraten und ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro entstanden. Infolge einer psychischen Erkrankung soll er dabei im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft erstrebt im hiesigen Verfahren die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

(Az.: 70 KLs 10/26)

(Stichwort: „Brandstiftung in Mehrfamilienhaus“)



IV.

12. große Strafkammer


Strafverfahren gegen


C. J. G., geb. 1990


wegen Vergewaltigung u.a.


Prozessauftakt:

Montag, 29.06.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1


Fortsetzungstermine:

Donnerstag, 02.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Freitag, 03.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Montag, 06.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Dienstag, 07.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Mittwoch, 08.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Donnerstag, 09.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1


Gegenstand:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Zeitraum zwischen Oktober 2021 und Oktober 2022 in insgesamt sieben Fällen jeweils in Hannover verschiedene Frauen teils mehrfach unter Anwendung von Gewalt, darunter Fesseln, Würgen und das Zufügen von Schnittverletzungen sowie unter Todesdrohungen vergewaltigt zu haben.

(Az.: 46 KLs 8/26)

(Stichwort: „Mehrfache Vergewaltigung“)



V.

3. große Strafkammer


Strafverfahren gegen


M. L., geb. 1987


wegen schwerer räuberischer Erpressung


Prozessauftakt:

Dienstag, 28.07.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1


Fortsetzungstermine:

Donnerstag, 30.07.2026, 09:30 Uhr, Saal 1 H 1


Gegenstand:

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am Nachmittag des 22 Februar 2026 mit einem weiteren Täter die Eingangshalle des „Sea Life“ in Hannover betreten und von der Kassiererin unter dem Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld verlangt zu haben. Mit einer Beute von insgesamt 705 € sollen beide sodann den Tatort verlassen haben.

(Az.: 33 KLs 9/26)

(Stichwort: „Raubüberfall auf Sea Life“)



VI.

13. große Strafkammer


Strafverfahren gegen


Dr. M. B., geb. 1976


wegen Mordes u.a.


Prozessauftakt:

Freitag, 17.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 127


Fortsetzungstermine:

Donnerstag, 23.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Freitag, 14.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Montag, 17.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Mittwoch, 19.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Donnerstag, 20.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Freitag, 21.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Dienstag, 25.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Donnerstag, 27.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Montag, 31.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Donnerstag, 03.09.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Mittwoch, 09.09.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Freitag, 11.09.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Dienstag, 15.09.2026, 09:00 Uhr, Saal 127

Donnerstag, 17.09.2026, 09:00 Uhr, Saal 127


Gegenstand:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Zeitraum von Mai 2019 bis März 2025 im Rahmen seiner Tätigkeit als Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover zwei schwer kranken Patienten durch die Verabreichung von Medikamenten gegen ihren ausdrücklichen Willen bzw. gegen den von Angehörigen erklärten Weiterbehandlungswunsch getötet zu haben. In einem weiteren Fall soll der Angeklagte als Notarzt in einer Demenz-WG in Hannover eingesetzt gewesen sein und beschlossen haben, eine Patientin trotz medizinischer Notwendigkeit nicht in ein Krankenhaus einliefern zu lassen, sondern sie vor Ort zu töten. Zu diesem Zweck habe er ihr Medikamente in der Vorstellung verabreicht, dass diese den Tod der Patientin herbeiführten, was tatsächlich aber nicht geschah. Stattdessen sei sie lediglich eingeschlafen. Da der Angeklagte den Tod der Geschädigten noch während seiner Anwesenheit habe herbeiführen wollen, soll er ihr unter anderem drei weitere Ampullen Fentanyl verabreicht haben. Entgegen seiner Erwartung sei die Geschädigte erst in der Folgenacht verstorben.

(Az.: 39 Ks 5/26)

(Stichwort: „Mordverdacht an MHH“)



VII.

13. große Strafkammer


Sicherungsverfahren betreffend


R. M. Z., geb. 2000


wegen versuchten Totschlags u. a.


Prozessauftakt:

Donnerstag, 02.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 127


Fortsetzungstermine:

Mittwoch, 08.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 127


Gegenstand:

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 15. Dezember 2025 gegen 4:00 Uhr mit seinem Pkw auf das Gelände eines Weihnachtsmarktes in Hannover gefahren zu sein. Dieser sei zu dieser Zeit zwar nicht geöffnet gewesen, doch hätten sich dort zwei Personen aufgehalten, auf die der Beschuldigte mit erhöhter Geschwindigkeit zugefahren sei, um sie zu töten. Ein Zusammenstoß habe nur durch ein Ausweichen der Geschädigten verhindert werden können. Infolge einer psychischen Erkrankung soll der Beschuldigte dabei im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft erstrebt im hiesigen Verfahren daher die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

(Az.: 39 Ks 7/26)

(Stichwort: „Tötungsversuch auf Weihnachtsmarkt“)



VIII.

Jugendkammer 2


Strafverfahren gegen


A. N., geb. 2005


wegen schwerer räuberischer Erpressung u. a.


Prozessauftakt:

Donnerstag, 02.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1


Fortsetzungstermine:

Freitag, 03.07.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1

Donnerstag, 09.07.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Freitag, 10.07.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1

Freitag, 17.07.2026, 10:00 Uhr, Saal H 1

Dienstag, 04.08.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1

Donnerstag, 06.08.2026, 09:00 Uhr, Saal 1 H 1

Dienstag, 11.08.2026, 09:00 Uhr, Saal H 1


Gegenstand:

Der Angeklagte soll im Zeitraum zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 in mehreren Fällen Pkw auf einer Kleinanzeigen-Plattform inseriert haben, um Kaufinteressenten zu einem Treffen zu bewegen. Gemeinsam mit einem weiteren Mittäter soll er bei den anschließend stattgefundenen Treffen jeweils unter Vorzeigen einer Schusswaffe das von den Käufern mitgeführte Bargeld herausgefordert und in vier Fällen tatsächlich insgesamt über 29.000 € erlangt haben. In einem der Fälle soll sich zudem eine Rangelei entwickelt haben, in deren Verlauf der Angeklagte einen der Geschädigten geschlagen und diesem eine Waffe an den Kopf gehalten haben soll.

(Az.: 34 KLs 6/26)

(Stichwort: „Raub nach Kleinanzeigen-Inserat“)

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
07.08.2026

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