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Fahrradsturz aufgrund eines ferngesteuerten Spielzeugautos?

Die 7. Zivilkammer hat einen Termin zur Güteverhandlung und mündlichen Verhandlung in einem Rechtsstreit angeordnet, in dem es um den Sturz eines Rennradfahrers mit erheblichen Folgen geht.

Der Kläger behauptet, er sei als Rennradfahrer auf der Straße aufgrund eines plötzlich und unvorhersehbar zwischen parkenden Autos herausschießenden ferngesteuerten Spielzeugautos vom Fahrrad gestürzt, sodass er mit mehreren Frakturen ins Krankenhaus gebracht und mehrfach operiert werden musste. Der Kläger verlangt nunmehr Schadensersatz und Schmerzensgeld von dem Beklagten. Das Spielzeugauto soll von einem 4-jährigen Kleinkind auf die Straße gesteuert worden sein.

Der Beklagte verteidigt sich gegen die Klage. Er trägt vor, sein 4-jähriger Sohn habe unter seiner Aufsicht das Spielzeugauto gesteuert, welches sich aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr einwandfrei habe lenken lassen und daher nach einem Aufprall gegen ein geparktes Fahrzeug auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite zum Stillstand gekommen sei. Er trägt vor, der Kläger sei mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren und er habe den Kläger noch zum Anhalten aufgefordert, bevor dieser über das ferngesteuerte Spielzeugauto gestürzt sei.

Die mündliche Verhandlung findet am Freitag, den 08. Juli 2022 um 10.00 Uhr in Saal 4 H 1 vor der 7. Zivilkammer des Landgerichts statt.

(Aktenzeichen 7 O 85/21)

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.05.2022

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