klar

42-17 Aufsichtsratsmitglied von Hannover 96 beantragt einstweilige Verfügung

LANDGERICHT HANNOVER

Aufsichtsratsmitglied von Hannover 96 beantragt einstweilige Verfügung

Ein Mitglied des Aufsichtsrates des Hannoverschen Sport-Vereins von 1896 e. V. hat Ende der vergangen Woche beim Landgericht Hannover einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt.

Die begehrte Verfügung soll den Verein verpflichten, einen bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gestellten Antrag auf Erteilung einer Ausnahmeregelung von der sog. „50+1-Regel" zurückzunehmen. Diese Regelung in den Statuten der DFL soll verhindern, dass Kapitalanleger die Stimmenmehrheit bei Fußballvereinen übernehmen.

Außerdem will der Antragsteller es dem Verein gerichtlich untersagen lassen, seine Anteile an der Hannover 96 Management GmbH zu einem Kaufpreis von knapp 13.000,- EUR zu veräußern.

Der Antragsteller meint, der Beschluss des Vereinsvorstandes zum Verkauf für diesen Preis sei treuwidrig, weil der Wert der Beteiligung beträchtlich höher sei. Er selbst bezieht sich auf ein von ihm eingeholtes Sachverständigengutachten, nachdem 51% der Anteile mindestens einen Wert von 10 Mio. EUR haben sollen. Auch die Leistungen, die der Verein für die Veräußerung erhalten solle, genügten nicht zur Kompensation.

Die 1. Zivilkammer des Landgerichts wird im Laufe der Woche über den weiteren Verfahrensgang entscheiden.

(Az.: 1 O 189/17)

Hans-Christian Rümke

Richter am Landgericht

Medienmanager

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln