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Anlegervereinigungen wenden sich gegen Beschlüsse der Hauptversammlung der Volkswagen AG

In einem aktienrechtlichen Nichtigkeits- und Anfechtungsverfahren haben die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V. und die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e. V. vor dem Landgericht Hannover jeweils Klage gegen die Volkswagen AG erhoben. Die Kläger fordern die Feststellung der Nichtigkeit von im Zusammenhang mit der „Dieselthematik“ stehenden Beschlüssen der Hauptversammlung der Beklagten vom 22. Juli 2021. Die Klagen richten sich gegen dort beschlossene Vergleiche. Sie behaupten, eine abschließende Regelung von Ersatzansprüchen der Beklagten sei verfrüht, da die Sachverhaltsaufklärung noch nicht abgeschlossen sei und auch ein genauer Schaden im Zusammenhang mit der „Dieselthematik“ noch nicht absehbar sei. Darüber hinaus werden formelle Mängel bei der Beschlussfassung geltend gemacht, die die Kläger zur Anfechtung der Beschlüsse berechtige.

Nach Auffassung der Beklagten ist die Klage unbegründet. Sie meint, dass die Beschlussfassungen an keinerlei formellen oder materiellen Fehlern litten und in jeder Hinsicht rechtmäßig seien.

Der Streitwert wurde auf bis zu 250.000 € festgesetzt.

Der Termin zur mündlichen Verhandlung vor der 3. Kammer für Handelssachen ist anberaumt auf Mittwoch, den 01.06.2022 um 10:00 Uhr in Saal 5 H 1.

(Aktenzeichen 23 O 63/21)

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.05.2022

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