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47-17 Urteil "Baby im Koffer" ist rechtskräftig

BGH verwirft die Revision der Angeklagten. Verurteilung zu sechs Jahren Haft wegen Babys im Koffer ist rechtskräftig.

In dem Strafverfahren gegen eine junge Frau aus Hannover, die ihr Baby nach der Geburt in einen Koffer gelegt und die Geburt verschwiegen hatte, hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Revision der Angeklagten als unbegründet verworfen. Damit ist die Entscheidung des Landgerichts rechtskräftig.

Das Landgericht Hannover hatte die Angeklagte Anfang März dieses Jahres wegen versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Angeklagte hatte die äußeren Umstände eingeräumt, jedoch bestritten, dass sie das Kind habe töten wollen.

Das Schwurgericht war anderer Auffassung und hatte einen Tötungsvorsatz bejaht: Laura S. habe den Tod des in dem Koffer liegenden Kindes nicht nur für möglich gehalten, sondern sogar „direkten Tötungsvorsatz" gehabt. Dies bedeutet, dass sie sogar wusste, dass ihr Verhalten zum Tode des Kindes führen würde.

Hans-Christian Rümke

Richter am Landgericht

Medienmanager

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