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46-17 Aufsichtsratsmitglied von Hannover 96 legt sofortige Beschwerde ein

Das Aufsichtsratsmitglied von Hannover 96, das vor zwei Wochen den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Hannover 96 beantragt hatte, hat am Freitagnachmittag sofortige Beschwerde gegen den ablehnenden Beschluss der 1. Zivilkammer vom 10. November eingelegt.

Der Antragssteller hatte mit der angestrebten einstweiligen Verfügung erreichen wollen, dass der Verein seinen Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der sog. „50+1"-Regel bei de DLF zurücknimmt. Außerdem sollte der Verein seine Anteile an der Hannover 96 Management GmbH nicht für unter 10 Mio. EUR verkaufen dürfen. Damit wollte er das Vorhaben des Vereinspräsidenten Martin Kind, die Mehrheit an der Hannover 96 Management GmbH zu übernehmen, verhindern. Hannover 96 hatte bereits einen Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gestellt.

Seine Beschwerde gründet das Aufsichtsratsmitglied im Wesentlichen darauf, dass die Kammer in der ablehnenden Entscheidung das vorgelegte Wirtschaftsgutachten falsch gewürdigt habe. Insbesondere habe sich die Kammer mit dem Unterschied zwischen Wert und Preis für die Management GmbH nicht richtig auseinandergesetzt. Außerdem gäbe es für die Geschäftsanteile sehr wohl einen „Markt".

Nun muss die 1. Zivilkammer des Landgerichts entscheiden, ob sie der Beschwerde abhilft und eine einstweilige Verfügung erlässt. Tut sie dies nicht, werden die Akten dem Oberlandesgericht in Celle zur Entscheidung vorgelegt werden.

Über den Verfahrensfortgang wird gesondert informiert werden.

(Az.: 1 O 189/17)

Hans-Christian Rümke

Richter am Landgericht

Medienmanager

Artikel-Informationen

27.11.2017

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