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49-17 Monatsvorschau Dezember 2017

Diese Medieninformation enthält die Termine der im Dezember 2017 beginnenden Hauptverhandlungen der großen Strafkammern.

I.

2. Große Jugendkammer

Strafsache gegen

Tobias E., geb. 1978

(Verteidiger: Rechtsanwalt Boße, Göttingen)

und gegen

Steffen W., geb. 1982

(Verteidiger: Rechtsanwalt Hablizel, Hanau)

wegen schweren sexuellen Mißbrauchs von Kindern u. a.

Nebenkläger-Vertreterin: Rechtsanwältin Blume, Hameln

Prozessauftakt:

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 11.00 Uhr, Saal H1.

Fortsetzungstermine:

10., 17., 24., Januar, 07. und 19. Februar 2018, jew. 09.00 Uhr, Saal H1.


Den Angeklagten wird schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern vorgeworfen. Die Angeklagten sollen in Hameln im April und Mai 2017 in fünf bzw. zehn Fällen sexuellen Handlungen an insgesamt vier Jungen im Alter zwischen neun und 13 Jahren vorgenommen haben; in drei Fällen sollen sie gemeinschaftlich gehandelt haben. Teilweise sollen die Taten aufgezeichnet bzw. fotografiert worden sein.

(Az.: 34 KLs 11/17)

Hinweis für Medienvertreter: Es handelt sich um eine Jugendschutzsache. Es ist möglich, dass die Hauptverhandlung bzw. große Teile von dieser zum Schutze der Interessen der Zeugen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, vgl. § 171b GVG.


II.

13. Große Strafkammer - Schwurgericht -

Strafsache gegen

Ariel K., geb. 1990

(Verteidiger: Rechtsanwältin Wicher, Hannover)

wegen Körperverletzung mit Todesfolge

Prozessauftakt:

Dienstag, 19. Dezember 2017, 09.00 Uhr, Saal 127

Fortsetzungstermin:

20. Dezember 2017, 09.00 Uhr, Saal 127

Gegenstand:

Dem Angeklagten wird Körperverletzung mit Todesfolge zur Last gelegt. Er soll am frühen Morgen des 29. Oktober 2016 in der Wohnung einer Bekannten in der Schulenburger Landstraße in Hannover zwei Männern aufgelauert haben, über die er verärgert gewesen sein soll.

Nachdem diese in der Wohnung eingetroffen waren und sich in der Küche aufhielten, soll er die beiden Männer angegriffen haben. Während der eine einen Schlag an die Nase - 3 -

bekommen haben soll, soll er dem anderen einen Schlag in das Gesicht versetzt haben, woraufhin der alkoholisierte Mann auf einen Spülschrank aufschlug und sich schwer innerlich verletzte, so dass er schließlich verstarb.

Bei der Körperverletzung mit Todesfolge handelt es sich um eine sog. "Vorsatz-Fahrlässigkeits-Kombination". Dies bedeutet, dass dem Angeklagten vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen wird, die Todesfolge jedoch nur fahrlässig herbeigeführt worden ist (§ 227 StGB).

(Az.: 39 Ks 22/17)

HINWEIS FÜR MEDIENVERTRETER: In der vorgenannten Schwurgerichtssache gelten notwendige Foto- und Filmerlaubnisse nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Schwurgerichts unter folgender Maßgabe als erteilt:

Es darf wie folgt fotografiert bzw. gefilmt werden:

 vor dem Gerichtsgebäude,

 im Foyer des Gerichtsgebäudes, mit Ausnahme des direkten Bereiches der Besucherkontrolle,

 im Sitzungssaal vor Beginn der Verhandlung.

Mit Sitzungsbeginn ist das Fotografieren bzw. Filmen selbständig einzustellen. Die Kameras sind sofort aus dem Sitzungssaal zu entfernen.

Auf die Verpflichtung, die Persönlichkeitsrechte der Verfahrensbeteiligten zu wahren (regelmäßig durch geeignetes Unkenntlich machen [Verpixeln o.ä.]), wird ergänzend hingewiesen.

In den sonstigen Bereichen des Gerichtsgebäudes (z.B. vor dem Sitzungssaal, auf den Gerichtsfluren, Treppenhaus etc.) sind keine Aufnahmen zulässig.

Hans-Christian Rümke

Richter am Landgericht

Medienmanager


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